Maximenu CK

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Scheidung der Unternehmer-Ehe

Wenn eine Unternehmer-Ehe in die Brüche geht, kommen zu den üblichen Problemen bei Trennung und Scheidung komplizierte steuerrechtliche, erbrechtliche und gesellschaftsrechtliche Probleme auf die Eheleute zu, von deren sachgerechter Lösung es letztlich abhängt, ob das Unternehmen nach der Ehe noch existiert und ob die Existenz der Eheleute nach der Scheidung noch gesichert ist. Die Scheidung ist das größte und das wahrscheinlichste Risiko für ein Unternehmen. Gehört zum Vermögen der Eheleute -oder einem von diesen- ein Unternehmen, gerät nach der Ehe auch schnell die Firma in die Krise. Deshalb setzt die Vorsorge eines seriösen Firmenchefs am besten vor der Eheschließung ein. Gerne biete ich Ihnen meine jahrzehntelange Erfahrung und qualifizierten Rechtskenntnisse an, um einen wasserdichten Ehevertrag mit Ihnen zu entwerfen. Sollte es allerdings bereits zur Trennung gekommen sein, helfe ich Ihnen zum Schutz der Firma bei der Erstellung von Scheidungsfolgenvereinbarungen. Ich vertrete Sie selbstverständlich in streitigen Scheidungsverfahren und helfe Ihnen steuerliche Risiken abzuwenden. Meine Kenntnisse umfassen auch die Bewertung und Veräußerung von Unternehmen in und nach der Scheidung.

Bereits bei einer sich anbahnenden Trennung bzw. Scheidung sollten aus rechtlicher Sicht unbedingt Vorkehrungen getroffen werden. Je früher dies geschieht, umso mehr Einfluss hat man auf den konkreten Ausgang des Scheidungsverfahrens. Außerdem müssen die mit der Zerrüttung der Ehe verbundenen Gefahren außerhalb des Familienrechts erkannt und gebannt werden. Weiß der Ehegatte z.B. von Steuerstraftaten oder Schwarzgeld des anderen, sollte man spätestens jetzt über eine strafbefreiende Selbstanzeige durch einen Rechtsanwalt und/oder Steuerberater nachdenken.

Ich berate Sie zu folgenden Themen:

1. Strategien:

-       wie Unternehmer in zulässiger Form zu hohen Unterhalt und Zugewinnausgleich verhindern

-       Herausnahme des Unternehmens aus dem Zugewinn

-       der Wert des Unternehmens als eigene Altersvorsorge anstelle von Rentenansprüchen

 

2. Schutz des Unternehmer-Ehegatten:

-       Ihre eigene Rente ist in Gefahr!

-       Haftungsbegrenzung des Ehegatten / Verschulden des Unternehmens

-       Vereinbarung einer Gütertrennung

-       Verhinderungsmechanismen bei Armrechnung durch den anderen Ehegatten im Rahmen des Ehegattenunterhalts

 

3. Auskunft über Bilanzen und Gewinnermittlungen

4. Unternehmensbewertung

5. Steuern

6. Entwicklung von fairen Verträgen, die auch die Kosten des Scheidungsverfahrensreduzieren können

 

Aktuelle Urteile

 

Erwachsen einem Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands (außergewöhnliche Belastung), so wird auf Antrag die Einkommensteuer dadurch ermäßigt, dass der Teil der Aufwendungen, der die zumutbare Belastung übersteigt, vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen wird (§ 33 Abs. 1 EStG). Gemäß § 33 Abs. 2 Satz 1 EStG erwachsen Aufwendungen zwangsläufig, wenn sich der Steuerpflichtige ihnen aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umständen nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht übersteigen. Für die Beurteilung der Zwangsläufigkeit ist auf die wesentliche Ursache abzustellen, die zu den Aufwendungen geführt hat. Liegt diese in der vom Einzelnen gestaltbaren Lebensführung, kommt ein Abzug nicht in Betracht. Durch Ehescheidungskosten entstandene Prozesskosten sind aus tatsächlichen Gründen zwangsläufig, weil bei einer Scheidung davon auszugehen ist, dass die Ehe zerrüttet ist.
Az 4 K 1829/14 E, Urteil vom 21.11.2014, Pressemitteilung vom 10.12.2014